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PASSION

 

Passionsspiel von Katalin Fischer

Es spielt Die Virtuelle Companie, mit Stelzern, Sänger und Musikern

 

Kein Gott befiehlt den Hass.

Soviel schon mal vorab.

Ein Satz aus dem neuen Stück „PASSION“.

Aber schon kommt der Teufelengel, und es wird klar, wie schnell sich eine Botschaft von Liebe und Toleranz in ihr Gegenteil verwandeln kann.

 

Es ist die Geschichte von Jesus, seinem Wesen, seinem Prozess und Tod –, aber so erzählt, wie man es noch nie gesehen hat. Und wie man es von nun an vielleicht öfter sehen wird. Es geht um den Kern des christlichen Postulats von Nächstenliebe und Toleranz – heute geschrieben, für heutige Menschen.

 

Dynamisch und bildhaft, in eine kontrastreiche Szenerie gesetzt, will dieses Passionsspiel die Menschen ansprechen, unterhalten, bewegen.

Und im Abgang vielleicht auch ein paar Fragen aufwerfen. Neue Gefühle, neue Gedanken hervorrufen. Höhepunkt am Ende: die Kreuzigung.

 

„PASSION“ bedient sich mehrerer Symbolfiguren, die das Geschehen hinterfragen, analysieren und temperamentvoll beleben. Durchwoben

ist das Ganze vom akrobatischen Tanz der Stelzer und von alter-neuer Musik.

 

Ein Reigen aus vielen Elementen, mit dem Anspruch, gegen Hass und Gewalt, Diskriminierung und Rassismus aufzustehen.

Heute vielleicht wichtiger denn je.

 

Auf dem Bild:

Fabian Weiss, Thomas Eichinger, Mali Arnold, Fanny Arnold, Oskar Emmert, Sänger Harutyun Hampartsumyan

Matthias Grahn, Michaela Ringler, Philip Schwingenstein, Katalin Fischer, Larissa Reiz, Gabi Fischer

 

Außerdem spielen mit:

Chrissi Fuchs, Arthur Fuchs, Michael Krapf auf den Stelzen

Konstantin Ischenko, Akkordeon

Stefan Schreiber, Sax

Andreas Kloker an der Tafel

Regie: Katalin Fischer

 

Und wohlgemerkt: Landrat Thomas Eichinger gibt einen tollen Teufelengel!

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Pressestimmen zu "Passion"

Abgelehnt, immer wieder. Den Kirchen war diese „Passion“ von Katalin Fischer suspekt. Jetzt wurde das Stück im groundlift Stegen aufgeführt. Und begeisterte, verstörte, amüsierte und verwandelte am Ende sogar das Publikum am Mittwoch.

Es gibt genug monumentale Vorlagen, es gibt übergroße Vergleichsbeispiele, was man aus der Leidens- und Heilsgeschichte machen kann – siehe allein Oberammergau, Profitheater auf höchstem Niveau, was Könnerschaft, Aufwand und Finanzen betrifft. Was kann da schon „Die Virtuelle Companie“ ausrichten, ein buntes Ensemble aus Profis, Laien, Nachwuchstalenten und Liebhabern?

Sehr viel! Es ist eine radikale Aktualisierung, die die Regisseurin, Schauspielerin, Journalistin und Autorin Katalin Fischer entwickelt hat.

An sich ist das Stück ein riesiges Plädoyer für Toleranz, Liebe und Frieden, zudem eine Anklage gegen Fanatiker und Hetzer, eine Kampagne gegen Hass und ein Aufräumen von mehr oder weniger katastrophalen Interpretationen der Kreuzigungsgeschichte.

Eine bayerische Putzfrau sammelt zwischendurch einen riesigen Abfallsack voller Schriftstücke ein. „So ein Dreck, der sich im Laufe der Jahrhunderte angesammelt hat!“ Es sind diese Momente der Volksbühnen-Komik, die der Schwere der Passion die Leichtigkeit und das Aufatmen bringen, dabei aber nie das hohe Niveau des Stückes verlassen.

Szenenwechsel erfolgen durch die immer wieder packenden Elementarbilder von Andreas Kloker, die, mit Wasser gemalt, Zeit zum Nachdenken geben. Ein weiterer Kniff sind die drei Stelzenläufer mit ihren roten Kutten, die spektakulär und übergroß geifern und verhetzen. Welch ein Sinnbild!

Mit all ihrer Ambivalenz hämmern sich Aussagen in den Raum, die für sich genommen viele unterschreiben würden – und in der hermetischen Inszenierung ihre Sprengkraft aufzeigen: „Ich bin nicht gekommen, um euch den Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ Diesem drakonischen Aufruf gegen Hass, Unruhestifter und vor allem Fanatiker zu kämpfen steht eine weitere flammende Botschaft gegenüber:

„Kein Gott befiehlt den Hass.“ Und dann kommt diese kleine Nebenstimme, die zum Thema Weltveränderung mal kurz anmerkt: „Ja, das geht! Ich fang schon mal bei mir an.“

Mit diesen philosophisch und sozial basierten Ebenen ist das Stück ebenso modern wie zeitlos. … Jetzt braucht es dafür nur noch ein möglichst breites Publikum, das sich auf diese Passion und ihre Mischung aus Avantgarde und Aktuellem, Spektakel und Sozialengagement einlässt.

Münchner Merkur

 

Katalin Fischer bringt in ihrem Stück ein altes Thema in neuem Gewand auf die Bühne. Sie erzählt nicht die Geschichte nach, sondern betrachtet sie von vielen Blickwinkeln. Durch die vielen Akteure, Musik, Tanz, Stelzenläufer und Andreas Kloker  mit seinen Wasserbildern kommt ein buntes Spektakel in Gang mit hohem Tempo, Witz und Abwechslung.

In PASSION wird alles auf den Kopf gestellt und durchleuchtet. Kaum wird eine Passage der Passionsgeschichte vorgelesen, tauchen die „Kritischen“ auf, um sie zu hinterfragen. Wer hat das geschrieben? Wer hat einen Vorteil dadurch?

Die Jungen nehmen Althergebrachtes unter die Lupe und kommen zu erstaunlichen Erkenntnissen. Ihre Gegenspieler sind die Mächtigen, die auf die Erhaltung der Regeln pochen. Um ihre Macht zu erhalten.

(Teufelengel): Thomas Eichinger brilliert in seiner Rolle. Rutscht vom Guten nahtlos ins Böse, steigert sich hinein – man müsse im Namen der Liebe auch mal hinlangen!

Wieso kann Gutes für so viel Ärger sorgen, das fragt sich die Putzfrau (Gabi Fischer), die es satthat, überall den Dreck wegzumachen. Dreck in fanatischen Schriften, Dreck, den Mächtige unter den Teppich gekehrt haben. 

Es sind markante Sätze, die den Weg weisen können: „Des Menschen Freiheit ist sein Urteil.“ Und: „Die Fanatiker sind die wahren Gottlosen. Kein Gott befiehlt den Hass.“

Augsburger Allgemeine

 

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Weiß und schwarz sind auch die Farben des Teufelengels. An ihm zeigt sich im Stück „Passion“ von Katalin Fischer, das Die Virtuelle Companie auf die Bühne bringt, wie nah Gut und Böse liegen.

Mit einer Nonchalance, wie Humphrey Bogart in „Casablanca“ steht Thomas Eichinger an einem Stehtisch, ein Glas Wein, eine Zigarette. Aus dem Abseits beobachtet er das Geschehen um Jesu Wirken. Nur ab und zu bricht es aus ihm heraus. Dann offenbart er seine Seelenqualen, die Zerrissenheit, den Kampf mit dem Teufel in sich.

Am Ende ziehen die Geschichtskundigen den Vorhang auf: Jesus am Kreuz. Ein starkes Bild, das unter die Haut geht.

Landsberger Tagblatt

 

(Jesus – Die Botschaft): „Seid einfach friedlich verdammt nochmal“ werde kaum noch wahrgenommen. Obwohl sie in Passionsspielen wie in Oberammergau verkündet werde, denke man kaum noch darüber nach. Denn die seit der Kindheit bekannte Geschichte „vermodert unreflektiert in einer Abstellkammer des Bewusstseins“, so Katalin Fischer. Deshalb müsse die Geschichte neu und anders erzählt werden, damit sie die Menschen wieder anspricht und anregt.

Gaststar ist Landsbergs Landrat Thomas Eichinger in der Rolle des Teufelengels. Er zeigt, wie leicht sich die Botschaft von Liebe und Toleranz in eine Botschaft von Hass und Gewalt ändern kann.

Das Theaterstück ist ein Reigen aus interessanten Elementen, musikalisch, choreografisch und spektakelhaft inszeniert.

Kreisbote

Zuschauerstimmen zu "Passion"

Wir waren begeistert, angeregt und nachdenklich und sprechen bis heute über deine PASSION! Mir haben besonders die Stelzer und der Chor der Kritischen gefallen, aber auch der abgründige Teufelengel und die fantastischen Musiker... Insgesamt war es ein so bildgewaltiges und gehaltvollen Stück, das lange nachklingt!

Katharina A.

 

TOLLTOLLTOLL! Gratuliere!! Und es ist so richtig und muss nach außen getragen werden! Ein Meisterwerk!! Mit so viel drin in jeder Hinsicht. Zum Nachdenken, zum Staunen, zum Lachen, zum Weinen, zum Freuen, zum…. Ja!

Laura C.

 

Bravo!!! Was für ein tolles, vielschichtiges und ergreifendes Stück! So viel Arbeit, tiefe Texte, so prima Schauspieler! Dieses Stück sollte noch ganz oft auf die Bühne gebracht werden.

Salvador C.

 

ICH FINDE ES MEGA!!!! Ich finde es extrem gelungen, richtig richtig mega gut!! und es wirkt nach, merke ich heute!

Daniel B.

 

Wir waren am Freitag absolut begeistert – sowohl vom Stück als auch von der Inszenierung. Wunderbare Ideen – wie das schwindende bzw. sich verändernde Bühnenbild, die jüdischen „Derwische“, die sooo gut gemimt haben und rumgewirbelt sind, der Teufelengel in all seiner Ambivalenz -  es hat uns schwer beeindruckt.

Gabriele M-Ü

 

Der absolute Hammer! Unglaublich beeindruckend!

Sabine H.

 

Ich kam sehr skeptisch hierher, und jetzt bin ich so glücklich, dass ich einfach nur begeistert sein kann!

Sebastian G.

Ich fand den Abend sehr beeindruckend und den Fokus auf den christlichen Antisemitismus aufgrund der Passionsgeschichte inspirierend und in der theatralischen Umsetzung wirkungsvoll. Überhaupt sind sehr nachhaltige Bilder (Kreuzigung!) entstanden. Aus Regiesicht finde ich es wunderbar verdienstvoll, wie Sie generationen- und talentübergreifend alle miteinbeziehen. Das war alles sehr dicht und an einem tollen Ort ein echtes Theatererlebnis. 

Andreas W.

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